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Wärmepumpe Strom-Ratgeber Mai 2026

Wärmepumpenstrom 2026: Tarife vergleichen, Zählermodell wählen, bis zu 500 €/Jahr sparen

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 Christian Pütter Christian Pütter, Energieelektroniker 14 Min. Lesezeit

Die Wärmepumpe steht — aber welchen Stromtarif nehmen? Haushaltsstrom, WP-Spezialtarif oder dynamisch? In meiner Praxis als Elektrotechniker sehe ich, dass die meisten Wärmepumpen-Besitzer 300 bis 500 € pro Jahr zu viel bezahlen — weil sie am falschen Zählermodell hängen oder den Tarif nie gewechselt haben. Hier erkläre ich dir, welches Modell für deine Situation am günstigsten ist.

Kurzfassung — So viel kostet Wärmepumpenstrom 2026

Drei Szenarien, eine Wärmepumpe: 150 m² Altbau, Heizwärmebedarf 100 kWh/m²a, JAZ 3,5 → ca. 4.285 kWh Stromverbrauch pro Jahr. So unterschiedlich kann das kosten:

Haushaltsstrom
~1.415 €/Jahr
Ø 33 Ct/kWh (Bundesnetzagentur 2026) Kein separater Zähler nötig Teuerste Option, aber kein Aufwand
WP-Spezialtarif (häufigster Fall)
~1.030 €/Jahr
Ø 24 Ct/kWh (Modul 1, separater Zähler) Ersparnis: ~385 €/Jahr Abzgl. Zählermiete ~70 €/a = netto ~315 €
Dynamisch (Tibber)
~900 €/Jahr
Ø 19–22 Ct/kWh (WP-optimiert, nachts) Ersparnis: ~515 €/Jahr Braucht SG-Ready + Pufferspeicher
Elektriker-Tipp: Der WP-Spezialtarif ist der sichere Weg — kalkulierbare Kosten, kein technischer Aufwand. Dynamische Tarife haben mehr Sparpotenzial, brauchen aber eine SG-Ready-Schnittstelle an deiner Wärmepumpe und idealerweise einen Pufferspeicher. Ohne diese Hardware zahlst du dynamisch oft mehr als mit festem WP-Tarif.

⚡ Dynamischer Stromtarif für deine Wärmepumpe

Bei meinen Kunden mit SG-Ready-Wärmepumpe und Tibber sehe ich 300–500 € weniger Heizstromkosten pro Jahr. Die WP heizt den Pufferspeicher automatisch dann auf, wenn der Börsenstrompreis niedrig ist.

Tibber — Dynamischer Stromtarif

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Wärmepumpenstrom-Rechner — Was kostet dich deine WP pro Jahr?

Wähle deine Rahmenbedingungen und erhalte sofort eine realistische Kostenschätzung. Die Werte basieren auf aktuellen Marktpreisen und meiner Installationserfahrung.

Geschätzte jährliche WP-Stromkosten
1.030 €/Jahr
Ersparnis vs. Haushaltsstrom: ~385 €/Jahr

Unverbindliche Schätzung auf Basis von Durchschnittspreisen Mai 2026. Tatsächliche Kosten abhängig von Verbrauch, Region und Anbieter.

Warum ist Wärmepumpenstrom günstiger?

Der Strompreis besteht aus drei Blöcken: Beschaffung + Netzentgelt + Umlagen/Steuern. Bei Wärmepumpenstrom sind zwei dieser Blöcke günstiger — und das ist gesetzlich so geregelt.

Reduzierte Netzentgelte nach §14a EnWG

Seit dem 1. Januar 2024 gelten Wärmepumpen als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach §14a EnWG. Der Deal: Dein Netzbetreiber darf die Leistung bei Netzengpässen auf mindestens 4,2 kW drosseln. Im Gegenzug bekommst du reduzierte Netzentgelte — typischerweise 3–4 Ct/kWh weniger als beim normalen Haushaltsstrom.

Bei 4.285 kWh Jahresverbrauch sind das allein durch die Netzentgelt-Reduktion 130–170 € Ersparnis pro Jahr.

Niedrigere Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe für Wärmepumpenstrom liegt bei nur 0,11 Ct/kWh statt 1,59 Ct/kWh beim Haushaltsstrom (Quelle: BDEW). Das sind bei 4.285 kWh nochmal rund 63 € Unterschied pro Jahr.

Steuerbare Verbrauchseinrichtung — Was bedeutet das konkret?

Ich erkläre meinen Kunden das so: Der Netzbetreiber darf bei Engpässen deine Wärmepumpe kurzzeitig drosseln — aber nie komplett abschalten. Die Mindestleistung von 4,2 kW reicht aus, um ein Einfamilienhaus frostfrei zu halten.

Aus meiner Praxis: Echte Drosselungen kommen extrem selten vor. In den letzten zwei Jahren hat kein einziger meiner Kunden eine spürbare Einschränkung erlebt. Die Netzbetreiber drosseln aktuell kaum, weil die Netzauslastung in den meisten Regionen noch nicht kritisch ist.

Elektriker-Tipp: Die Angst vor „Abschaltung“ ist unbegründet. 4,2 kW Mindestleistung bedeutet: Deine Wärmepumpe läuft immer — nur eventuell mal mit reduzierter Leistung. Die Ersparnis durch die Netzentgelt-Reduktion ist aber real und sofort wirksam.

Zählermodelle erklärt: Modul 1, Modul 2 & gemeinsamer Zähler

Das ist der Teil, den ich bei jeder Installation erklären muss — und der online am schlechtesten erklärt wird. Es gibt drei Wege, wie deine Wärmepumpe ans Stromnetz angeschlossen werden kann. Jeder hat andere Kosten und andere Tarif-Optionen.

Modul 1 — Separater Zähler, eigener Stromkreis

Die Wärmepumpe bekommt einen eigenen Stromzähler und läuft über einen physisch getrennten Stromkreis. Das ist die sauberste Lösung:

  • kWh-Preis: Ab 22 Ct/kWh — der günstigste verfügbare Tarif
  • Kosten: 50–100 € Installation + 20–50 €/Jahr Zählermiete
  • Voraussetzung: Ein freier Zählerplatz im Zählerschrank
  • Vorteil: Saubere Trennung, günstigster Preis, kompatibel mit dynamischen Tarifen
  • Nachteil: Braucht Platz im Zählerschrank, zusätzliche Miete

Modul 2 — Gemeinsamer Zähler, Rundsteuerempfänger

Die Wärmepumpe läuft über den gleichen Zähler wie der Haushalt, wird aber über einen Rundsteuerempfänger (RSE) separat vom Netzbetreiber gesteuert.

  • kWh-Preis: Ca. 26 Ct/kWh — günstiger als Haushalt, aber teurer als Modul 1
  • Kosten: RSE-Einbau 100–200 €
  • Vorteil: Kein zweiter Zählerplatz nötig
  • Nachteil: Nicht überall verfügbar, RSE-Technik veraltet, wird kaum noch neu verbaut

Kein separater Zähler — Wärmepumpe am Haushaltsstrom

Die einfachste Variante: Die Wärmepumpe läuft über den normalen Haushaltsstromzähler. Kein zusätzlicher Aufwand, aber du zahlst den vollen Haushaltsstrompreis.

  • kWh-Preis: Ca. 33 Ct/kWh — der teuerste Weg
  • Kosten: 0 € zusätzlich
  • Wann sinnvoll: Sehr gut gedämmter Neubau mit niedrigem WP-Verbrauch (<3.000 kWh/a), oder wenn ein dynamischer Tarif über den Hauptzähler geplant ist

Welches Modell lohnt sich wann?

Die Entscheidung hängt von vier Faktoren ab. Hier meine Empfehlung als Matrix:

WP-Verbrauch Zählerplatz frei? PV-Anlage? Empfehlung
>4.000 kWh/a Ja Egal Modul 1 + dynamischer Tarif
3.000–4.000 kWh/a Ja Nein Modul 1 + fester WP-Tarif
3.000–4.000 kWh/a Nein Egal Dynamischer Tarif (Hauptzähler)
<3.000 kWh/a Egal Ja Kein sep. Zähler, PV-Eigenverbrauch
<3.000 kWh/a Egal Nein Dynamischer Tarif (Hauptzähler)
Elektriker-Tipp — Schwellwert-Rechnung: Ab ca. 3.000 kWh/a WP-Verbrauch lohnt sich Modul 1 trotz Zählermiete. Rechnung: 3.000 kWh × 9 Ct Preisdifferenz = 270 € Ersparnis − 70 € Zählermiete = 200 € netto pro Jahr. Unter 3.000 kWh wird die Ersparnis durch die Fixkosten aufgefressen.

Wärmepumpenstrom-Tarife 2026 im Vergleich

Jetzt wird es konkret: Was zahlt man bei welchem Anbieter? Ich unterscheide zwischen festen WP-Tarifen, dynamischen Tarifen und Vergleichsportalen.

Feste WP-Tarife: Vattenfall, E.ON, EnBW & Co.

Feste Wärmepumpenstrom-Tarife bieten kalkulierbare Kosten mit Preisgarantie. Die Preise variieren stark regional — hier die großen Überregionalen als Orientierung:

Anbieter Grundgebühr Ø kWh-Preis Preisgarantie
Vattenfall ~10 €/Monat ~24–26 Ct 12 Monate
E.ON ~11 €/Monat ~25–27 Ct 12 Monate
EnBW ~9 €/Monat ~23–25 Ct 12 Monate
Stadtwerke (Ø) ~8–12 €/Monat ~22–28 Ct Variiert

Preise sind Richtwerte, Stand Mai 2026. Tatsächlicher Preis abhängig von PLZ und Zählermodell. Für den exakten Preis in deiner Region nutze den Verivox-Vergleich weiter unten.

Dynamische Tarife: Tibber, Ostrom & Co.

Dynamische Stromtarife sind für Wärmepumpen-Besitzer besonders interessant: Die WP läuft dann, wenn der Börsenstrompreis niedrig ist — typischerweise nachts zwischen 1 und 5 Uhr. Eine Wärmepumpe mit SG-Ready-Schnittstelle macht das automatisch.

Anbieter Grundgebühr Ø Preis/kWh WP-Feature
Tibber 5,99 €/Monat ~28–30 Ct (nachts ~19–22 Ct) SG-Ready-Integration, App-Steuerung
Ostrom 6 €/Monat ~28–30 Ct 100% Ökostrom, monatlich kündbar

⚡ Mein Tipp als Elektriker: Tibber + Wärmepumpe

Wer eine SG-Ready-Wärmepumpe mit Pufferspeicher hat, kann mit Tibber die Heizstromkosten um 300–500 € pro Jahr senken. Die Wärmepumpe heizt den Speicher automatisch in den günstigen Stunden auf.

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Vergleichsportale: Alle WP-Tarife deiner Region finden

Du willst nicht direkt zu einem Anbieter, sondern erst sehen, was dein PLZ-Gebiet hergibt? Dann ist ein Vergleichsportal der richtige Weg. Wichtig: Wähle als Tarifart unbedingt „Wärmepumpenstrom“ aus — nicht einfach „Strom“. Sonst siehst du nur Haushaltstarife.

Alle Wärmepumpenstrom-Tarife deiner Region vergleichen

Verivox zeigt dir alle verfügbaren WP-Spezialtarife für dein PLZ-Gebiet — inklusive Grundgebühr, kWh-Preis und Vertragslaufzeit.

Verivox: WP-Tarife vergleichen →

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Kombitarif: Wärmepumpe + E-Auto auf einem Zähler

Wer eine Wärmepumpe und ein E-Auto hat, kann beides auf einen separaten Zähler legen. Das ist aus meiner Sicht die klügste Kombination:

  • Nur einmal Zählermiete statt zweimal (spart 50–70 €/Jahr)
  • Höherer Gesamtverbrauch (WP + E-Auto = 6.000–8.000 kWh/a) macht den separaten Zähler besonders wirtschaftlich
  • Voraussetzung: Beide Verbraucher müssen am selben Stromkreis hängen

Mein Tipp: Wenn du eine Wallbox installieren lässt, sag deinem Elektriker direkt, dass die WP und die Wallbox auf denselben Zähler sollen. Das kostet bei der Installation kaum mehr, spart aber langfristig Hunderte Euro.

3 Praxisbeispiele mit echten Zahlen

Theorie ist gut — aber was bedeutet das konkret in Euro? Drei reale Szenarien aus meiner Praxis:

Beispiel 1: Neubau 130 m², Fußbodenheizung

Wohnfläche130 m²
Heizwärmebedarf50 kWh/m²a
JAZ (Fußbodenheizung, gut gedämmt)4,0
Jahres-Stromverbrauch WP1.625 kWh
Haushaltsstrom (Ø 33 Ct/kWh)536 €/Jahr
WP-Tarif Modul 1 (24 Ct + 70€ Miete)460 €/Jahr
Dynamisch Tibber (21 Ct + 72€ Grund.)413 €/Jahr
Ersparnis WP-Tarif vs. Haushalt76 €/Jahr

Fazit: Bei nur 1.625 kWh Verbrauch lohnt sich ein separater Zähler nicht — die Zählermiete frisst die Ersparnis fast komplett auf. Besser: Dynamischer Tarif über den Hauptzähler.

Beispiel 2: Altbau 150 m², Heizkörper

Wohnfläche150 m²
Heizwärmebedarf100 kWh/m²a
JAZ (Heizkörper, mäßig gedämmt)3,2
Jahres-Stromverbrauch WP4.688 kWh
Haushaltsstrom (Ø 33 Ct/kWh)1.547 €/Jahr
WP-Tarif Modul 1 (24 Ct + 70€ Miete)1.195 €/Jahr
Dynamisch Tibber (21 Ct + 72€ + 70€)1.126 €/Jahr
Ersparnis WP-Tarif vs. Haushalt352 €/Jahr

Fazit: Bei 4.688 kWh lohnt sich der WP-Spezialtarif klar — 352 € netto pro Jahr gespart. Ein dynamischer Tarif bringt nochmal ~70 € extra, braucht aber SG-Ready.

Beispiel 3: Altbau + E-Auto — maximale Ersparnis

WP-Verbrauch (wie Beispiel 2)4.688 kWh
E-Auto-Verbrauch (15.000 km/a, 18 kWh/100km)3.000 kWh
Gesamt auf sep. Zähler7.688 kWh
Haushaltsstrom (Ø 33 Ct/kWh)2.537 €/Jahr
WP-Tarif Modul 1 (24 Ct + 70€ Miete)1.915 €/Jahr
Dynamisch Tibber (21 Ct + 72€ + 70€)1.756 €/Jahr
Ersparnis dynamisch vs. Haushalt781 €/Jahr

Fazit: Die Kombi aus Wärmepumpe + E-Auto auf einem dynamischen Tarif spart fast 800 € pro Jahr gegenüber Haushaltsstrom. Das ist der Fall, wo sich die Investition in SG-Ready und Pufferspeicher am schnellsten rechnet.

Jetzt Tarif für deine Situation berechnen

Tibber: Dynamischen Tarif berechnen → Verivox: Feste WP-Tarife vergleichen →

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Dynamischer Stromtarif für Wärmepumpen — So funktioniert’s

SG-Ready-Schnittstelle: Pflicht oder Kür?

SG-Ready ist eine standardisierte Schnittstelle, über die externe Signale die Betriebsart deiner Wärmepumpe steuern. Es gibt vier Zustände:

  1. Sperre: WP wird abgeschaltet (z.B. bei Netzengpass)
  2. Normal: Energieeffizienter Betrieb (Standard)
  3. Empfehlung: WP erhöht Leistung (günstiger Strom verfügbar)
  4. Anlaufbefehl: WP läuft mit Maximalleistung (sehr günstiger Strom)

Welche Wärmepumpen SG-Ready haben, findest du in unserem Wärmepumpen-Vergleich 2026. Kurz: Alle aktuellen Modelle von Viessmann, Vaillant, Bosch und Daikin unterstützen SG-Ready.

Pufferspeicher + dynamischer Tarif = maximale Ersparnis

Ein 300-Liter-Pufferspeicher ermöglicht es, die Wärmepumpe in den günstigen Stunden „vorzuheizen“ und die gespeicherte Wärme über die teuren Stunden zu verteilen.

6h Nachtblock (1–7 Uhr) bei 12 Ct/kWh~25 kWh × 0,12 = 3,00 €
Gleiche Menge tagsüber bei 30 Ct/kWh~25 kWh × 0,30 = 7,50 €
Ersparnis pro Tag4,50 €
Ersparnis pro Heizsaison (~180 Tage)~810 €

Vereinfachtes Rechenbeispiel. Reale Ersparnis abhängig von Börsenpreisen, WP-Leistung und Puffergröße.

Smart Meter: Wann bekommst du eins?

Ohne Smart Meter kein dynamischer Tarif. Das intelligente Messsystem (iMSys) misst deinen Verbrauch im 15-Minuten-Takt und übermittelt die Daten an deinen Anbieter.

  • Pflicht ab >6.000 kWh/a: Dein Netzbetreiber muss dir ein Smart Meter einbauen (Rollout läuft bis 2030)
  • Kosten: Pflichteinbau ca. 20 €/Jahr, freiwilliges Gateway 40–100 €/Jahr
  • Wartezeit: Je nach Netzbetreiber 2–6 Monate nach Antrag

Tipp: Wenn du einen dynamischen Tarif willst, beantrage das Smart Meter frühzeitig beim Netzbetreiber. Die Wartezeiten sind aktuell lang.

Wärmepumpenstrom-Tarif wechseln — Schritt für Schritt

Checkliste: Was du vor dem Wechsel brauchst

  • Zählernummer des WP-Zählers (steht auf dem Zähler im Zählerschrank)
  • Jahresverbrauch der Wärmepumpe (letzte Abrechnung oder schätzen: Heizwärmebedarf / JAZ)
  • Zählertyp: Eintarif (ET) oder Zweitarif (HT/NT)?
  • Aktueller Vertrag: Anbieter, Kündigungsfrist, Laufzeit

5 Schritte zum neuen WP-Tarif

  1. Zählermodell prüfen
    Hast du einen separaten WP-Zähler (Modul 1), einen RSE (Modul 2), oder läuft die WP über den Hauptzähler? Zur Erklärung oben ↑
  2. Verbrauch schätzen
    Formel: Wohnfläche × Heizwärmebedarf ÷ JAZ = Jahresverbrauch. Oder einfach den Rechner oben nutzen.
  3. Tarif vergleichen
    Nutze Verivox (WP-Tarife) für feste Tarife oder Tibber für dynamisch.
  4. Wechsel beauftragen
    Der neue Anbieter kündigt den alten für dich. Du musst nichts weiter tun.
  5. Smart Meter beantragen (nur bei dynamischem Tarif)
    Beim Netzbetreiber das intelligente Messsystem beantragen. Vorlaufzeit: 2–6 Monate.

Häufige Fragen zum Wärmepumpenstrom

Was kostet Wärmepumpenstrom 2026?
Wärmepumpenstrom kostet 2026 zwischen 22 und 26 Ct/kWh bei einem festen WP-Spezialtarif mit separatem Zähler (Modul 1). Mit einem dynamischen Tarif wie Tibber erreichst du optimiert 19–22 Ct/kWh. Zum Vergleich: Normaler Haushaltsstrom liegt bei durchschnittlich 33 Ct/kWh. Bei einem typischen Verbrauch von 4.285 kWh/Jahr sparst du mit einem WP-Tarif rund 385 Euro pro Jahr.
Lohnt sich ein separater Wärmepumpenstrom-Tarif?
Ab ca. 3.000 kWh Jahresverbrauch ja. Bei einem typischen Altbau (150 m², JAZ 3,5) verbrauchst du rund 4.285 kWh/Jahr — hier sparst du etwa 360 Euro netto pro Jahr nach Abzug der Zählermiete. Bei sehr gut gedämmten Neubauten mit unter 2.000 kWh lohnt sich kein separater Zähler. Dann ist ein dynamischer Tarif über den Hauptzähler besser.
Was ist der Unterschied zwischen Modul 1 und Modul 2?
Modul 1 = Eigener, separater Stromzähler + eigener Stromkreis. Günstigster kWh-Preis (ab 22 Ct), braucht aber einen freien Zählerplatz. Modul 2 = Gemeinsamer Zähler mit Rundsteuerempfänger (RSE). Kein zweiter Zählerplatz nötig, aber nicht überall verfügbar und die RSE-Technik ist veraltet. Ausführliche Erklärung oben ↑
Kann ich Wärmepumpe und E-Auto auf einen Stromtarif legen?
Ja, und das ist oft die klügste Option. Beide Verbraucher laufen dann über einen separaten Zähler mit WP-Tarif. Vorteil: Nur einmal Zählermiete und der höhere Gesamtverbrauch (6.000–8.000 kWh/a) macht den separaten Zähler besonders wirtschaftlich. Voraussetzung: Beide müssen am selben Stromkreis hängen. Details oben ↑
Brauche ich für Wärmepumpenstrom einen separaten Zähler?
Nicht zwingend. Es gibt drei Optionen: 1) Modul 1 mit separatem Zähler — günstigster kWh-Preis. 2) Modul 2 mit Rundsteuerempfänger — kein zweiter Zählerplatz nötig. 3) Kein separater Tarif — WP läuft über Haushaltsstrom, sinnvoll bei unter 3.000 kWh/a oder mit dynamischem Tarif über den Hauptzähler.
Was kostet ein dynamischer Stromtarif für Wärmepumpen?
Bei Tibber zahlst du 5,99 € Grundgebühr pro Monat, dazu den reinen Börsenpreis ohne Aufschlag. Bei Ostrom sind es 6 €/Monat. Der durchschnittliche kWh-Preis liegt bei 28–30 Ct, aber durch WP-optimiertes Laden (nachts, wenn der Börsenpreis niedrig ist) erreichst du effektiv 19–22 Ct/kWh. Voraussetzung: Smart Meter und idealerweise SG-Ready-Schnittstelle mit Pufferspeicher.
Wärmepumpenstrom bei CHECK24 oder Verivox vergleichen?
Beide Portale zeigen WP-Tarife an — wichtig ist, als Tarifart „Wärmepumpenstrom“ auszuwählen, nicht nur „Strom“. Verivox hat tendenziell die breitere Abdeckung bei regionalen WP-Spezialtarifen. CHECK24 bietet manchmal exklusive Wechselboni. Mein Tipp: Beide Portale prüfen und das beste Angebot für deine PLZ nehmen.
Was bedeutet §14a EnWG für meinen Wärmepumpenstrom?
Seit dem 1. Januar 2024 muss deine Wärmepumpe als steuerbare Verbrauchseinrichtung gemeldet sein. Der Netzbetreiber darf bei Engpässen die Leistung auf mindestens 4,2 kW drosseln — aber nie komplett abschalten. Im Gegenzug bekommst du reduzierte Netzentgelte (ca. 3–4 Ct/kWh weniger). In der Praxis kommen Drosselungen extrem selten vor.
Wie wechsle ich meinen Wärmepumpenstrom-Tarif?
In 5 Schritten: 1) Zählermodell prüfen. 2) Jahresverbrauch schätzen. 3) Tarif über Verivox oder CHECK24 vergleichen — als Tarifart „Wärmepumpenstrom“ wählen. 4) Wechsel beauftragen — der neue Anbieter kündigt den alten. 5) Bei dynamischem Tarif: Smart Meter beim Netzbetreiber beantragen. Zur Schritt-für-Schritt-Anleitung ↑
Welcher Wärmepumpenstrom-Tarif ist der beste 2026?
Das hängt von deinem Setup ab: Hoher Verbrauch (>4.000 kWh) + SG-Ready + Pufferspeicher → dynamischer Tarif (Tibber) spart am meisten. Fester Preis gewünscht → regionalen WP-Tarif über Verivox vergleichen. Niedriger Verbrauch (<3.000 kWh) → kein separater Zähler nötig, dynamischer Tarif über den Hauptzähler. Zur Entscheidungsmatrix ↑
Christian Pütter — Energieelektroniker und Gründer von Energiewende-Check
Quellenangaben
  1. Bundesnetzagentur — Monitoringbericht Strompreise 2026
  2. BDEW — Strompreisanalyse 2026 (Preiskomponenten: Beschaffung, Netzentgelt, Umlagen)
  3. §14a EnWG — Steuerbare Verbrauchseinrichtungen in Niederspannung (seit 01.01.2024)
  4. Bundesnetzagentur — Festlegung BK6-22-300 zu §14a EnWG (Netzentgelt-Reduktion, Mindestleistung 4,2 kW)
  5. Verivox — Wärmepumpenstrom-Preisindex Mai 2026
  6. Tibber — Preisrechner und EPEX-Spot-Daten
  7. VDE FNN — Technische Anschlussbedingungen (TAB) 2024 (Zählermodelle Modul 1/2)
  8. BWP Bundesverband Wärmepumpe — Absatzzahlen 2025/2026
  9. Fraunhofer ISE — Wärmepumpen-Feldtest: Reale JAZ-Werte
  10. BDEW — Konzessionsabgabenverordnung (KAV): Wärmepumpen-Sondertarif 0,11 Ct/kWh