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Wärmepumpe Kosten-Ratgeber Mai 2026

Wärmepumpe Kosten 2026: Anschaffung, Einbau & Förderung — der ehrliche Überblick

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 Christian Pütter Christian Pütter, Energieelektroniker 16 Min. Lesezeit

„Was kostet so eine Wärmepumpe denn nun wirklich?“ — das ist die erste Frage, die mir am Küchentisch beim Kunden gestellt wird. Die meisten Ratgeber zeigen dir eine Tabelle mit Gerät plus Einbau und hören da auf. Genau da fehlt aber das, was am Ende auf der Rechnung steht: die Anpassung am Zählerschrank, der hydraulische Abgleich, der §14a-Rabatt, den fast keiner einrechnet. Ich zeige dir als Elektrotechniker die kompletten Kosten — brutto, nach Förderung und laufend — ohne dir etwas schönzurechnen.

Kurzfassung — Was kostet eine Wärmepumpe 2026?

Für ein typisches Einfamilienhaus mit Luft-Wasser-Wärmepumpe gilt 2026 grob diese Rechnung. Drei Zahlen, die du auseinanderhalten musst — weil die Anbieter sie gern vermischen:

Gerät allein
9.000–16.000 €
Nur die Luft-Wasser-Wärmepumpe Ohne Einbau, ohne Elektro, ohne Förderung
Komplett mit Einbau (brutto)
25.000–35.000 €
Gerät + Installation + Elektro + Abgleich Altbau eher am oberen Ende
Eigenanteil nach Förderung
ab ~9.000 €
Bei 70 % KfW-Förderung (max. 21.000 € Zuschuss) Das ist die Zahl, die zählt
Elektriker-Tipp: Lass dir jedes Angebot als Gesamtpreis inkl. Zählerschrank-Anpassung, hydraulischem Abgleich und Elektroanschluss geben — nicht nur „Wärmepumpe ab X Euro“. Genau diese Umfeldmaßnahmen entscheiden, ob du am Ende bei 25.000 oder 35.000 Euro landest. Und sie sind alle förderfähig.

Wärmepumpe-Kostenrechner — dein Eigenanteil nach Förderung

Wähle deine Rahmenbedingungen und du siehst sofort die geschätzten Brutto-Gesamtkosten, die Förderquote und — das Wichtigste — deinen Eigenanteil nach Abzug der KfW-Förderung. Die Werte beruhen auf aktuellen Marktkorridoren (Mai 2026) und meiner Installationspraxis.

Brutto-Gesamtkosten (geschätzt)
25.300 €
Förderquote: 50 % → Zuschuss 12.650 €
Dein Eigenanteil nach Förderung
12.650 €

Unverbindliche Schätzung auf Basis von Marktkorridoren Mai 2026 (Gerät, Installation, Elektro/Zählerschrank, hydraulischer Abgleich). Tatsächliche Kosten hängen von Heizlast, Gebäude und Region ab. Förderung gem. KfW 458 (Grundförderung 30 % bereits enthalten, max. förderfähig 30.000 €).

Wichtig zur Förderung: Die Boni lassen sich kombinieren, aber die Gesamtförderung ist bei 70 % gedeckelt — und nur die ersten 30.000 € sind förderfähig. Wer also brutto 35.000 € zahlt, bekommt auch bei 70 % maximal 21.000 € Zuschuss, nicht 24.500 €. Genau das rechnet der Rechner oben korrekt.

Anschaffungskosten nach Wärmepumpen-Typ

Der größte Preisunterschied entsteht durch die Wärmequelle. Luft-Wasser ist am günstigsten und in über 85 % der Fälle die richtige Wahl — Sole und Wasser sind effizienter, aber die Erschließung kostet richtig Geld.

Typ Gerät (netto) Erschließung Typische JAZ (Bestand)
Luft-Wasser 9.000–16.000 € keine 3,4
Sole-Wasser (Erdsonde) 10.000–18.000 € Bohrung 6.000–13.000 € 4,3
Sole-Wasser (Flächenkollektor) 10.000–18.000 € Kollektor 2.000–5.000 € 4,3
Wasser-Wasser 12.000–20.000 € Brunnen 4.000–7.000 € bis 5,0

Gerätepreise als Marktkorridor, Stand Mai 2026. JAZ-Werte (Jahresarbeitszahl) aus dem abgeschlossenen Fraunhofer-ISE-Feldtest im Gebäudebestand (Pressemitteilung 11/2025). Die JAZ sagt: Aus 1 kWh Strom macht die Wärmepumpe 3,4 bzw. 4,3 kWh Wärme.

Mein Praxis-Rat: Für das normale Einfamilienhaus ist Luft-Wasser fast immer die wirtschaftlichste Lösung. Die höhere JAZ der Erdwärmepumpe holt die teure Bohrung über die Lebensdauer meist nicht wieder rein — außer bei sehr hohem Wärmebedarf. Wer mit Sole liebäugelt, sollte vorher genau rechnen, nicht nur auf die schönere Effizienzzahl schauen.

Einbaukosten & die versteckten Elektro-Posten

Die Installation selbst kostet bei Luft-Wasser je nach Aufwand 6.000 bis 12.000 Euro. Im Altbau liegst du eher am oberen Ende, weil Vorlauftemperatur, Heizkörper und Rohrnetz mehr Arbeit machen — ob deine Heizkörper überhaupt reichen, klärt der Altbau-Eignungs-Check mit dem 55-Grad-Test. Aber jetzt kommt der Teil, den ich online fast nirgends sauber erklärt finde — und der bei mir auf jeder zweiten Baustelle für Überraschungen sorgt.

Der Zählerschrank — der teuerste „vergessene“ Posten

Sobald die Wärmepumpe als neuer, fest angeschlossener Stromkreis dazukommt, schaut der Netzbetreiber auf deinen Zählerschrank. Und viele ältere Schränke (Stichwort: alte Zählerkreuze, kein Platz für einen Reihenschaltschrank) verlieren dabei den Bestandsschutz. Dann ist eine Modernisierung nach aktuellem Stand der Technik (VDE-AR-N 4100) fällig. Die Kosten gestaffelt nach Umfang:

Maßnahme Kosten Wann nötig
Ergänzung / Reihenfeld 800–1.400 € Platz frei, nur Feld nachrüsten
Zweiter Schrank 1.500–2.600 € Kein Platz, separater Schrank
Komplett-Umbau 2.700–4.300 € Alter Schrank, kein Bestandsschutz
Neuinstallation 3.700–5.800 € Veralteter Hausanschluss komplett neu
Elektriker-Tipp: Lass deinen Zählerschrank vor der Angebotseinholung von einem Elektriker anschauen. Wenn klar ist, dass ein Umbau kommt, gehört der gleich mit ins Förderpaket — als Umfeldmaßnahme ist die Zählerschrank-Modernisierung über die BEG bis zu 70 % förderfähig. Wer das separat nach dem Förderantrag macht, verschenkt bares Geld.

Hydraulischer Abgleich, Anschluss & FI-Schutz

  • Hydraulischer Abgleich: 800–1.500 €. Bei KfW-Förderung Pflicht — ohne ihn gibt es keinen Zuschuss. Sorgt dafür, dass jeder Heizkörper die richtige Wassermenge bekommt.
  • Elektroanschluss / Drehstrom: Die meisten Luft-Wasser-Wärmepumpen fürs Einfamilienhaus hängen dreiphasig (400 V). Die Zuleitung mit passendem Querschnitt und eigener Absicherung ist Teil der Elektroarbeit.
  • FI-Schutz (RCD): Je nach Hersteller und Antriebstechnik ist ein allstromsensitiver FI-Schutzschalter (Typ B) vorgeschrieben — viele Wärmepumpen mit Frequenzumrichter brauchen ihn, manche kommen mit Typ A aus. Was gilt, steht in der Planungsunterlage des Herstellers; ein Typ-B-RCD ist deutlich teurer als ein Typ A. Im Zweifel diesen Punkt im Angebot klar benennen lassen.
  • Heizkörpertausch (nur Altbau, optional): Wo einzelne Räume nicht warm werden, tut es meist der Tausch auf größere Typ-33-Plattenheizkörper — eine Fußbodenheizung ist nicht Pflicht.

Der §14a-Bonus — bares Geld, das fast keiner einrechnet

Seit dem 1. Januar 2024 zählt deine Wärmepumpe (ab 4,2 kW Anschlussleistung) als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG. Der Deal: Der Netzbetreiber darf die Leistung bei Engpässen kurz drosseln — nie ganz abschalten — und du bekommst dafür jedes Jahr einen Netzentgelt-Rabatt. Zwei Modelle:

  • Modul 1 (Pauschale): Fester jährlicher Rabatt von rund 110–190 € (je nach Netzbetreiber), kein Extra-Zähler nötig.
  • Modul 2 (prozentual): Der Arbeitspreis-Anteil des Netzentgelts wird um 60 % reduziert. Lohnt sich ab ca. 4.500 kWh Jahresverbrauch und kann regional über 300 €/Jahr bringen — braucht aber einen separaten Zähler. Der exakte Euro-Betrag hängt von Verbrauch und lokalem Netzentgelt ab.

Über 20 Jahre Laufzeit sind das schnell 2.000 bis 4.000 €, die in keiner Kostentabelle der großen Portale auftauchen. Welches Modell für dich günstiger ist, hängt am Zählermodell — das erkläre ich im Detail im Wärmepumpenstrom-Ratgeber.

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Förderung abziehen: KfW 458 brutto auf netto

Die Heizungsförderung läuft 2026 über das KfW-Programm 458. Du kannst bis zu 70 % Zuschuss bekommen — gestaffelt nach vier Bausteinen:

30 % — Grundförderung. Bekommt jeder, der eine förderfähige Wärmepumpe einbaut.
+20 % — Klimageschwindigkeitsbonus. Beim Austausch einer ≥ 20 Jahre alten Gas-, Öl- oder Kohleheizung (selbstnutzend).
+30 % — Einkommensbonus. Bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 40.000 €/Jahr.
+5 % — Effizienzbonus. Für Wärmequelle Erdreich/Wasser/Abwasser oder natürliches Kältemittel.

Wichtig sind die zwei Deckel: Die Boni zusammen sind bei 70 % gedeckelt, und nur die ersten 30.000 € (erste Wohneinheit) sind förderfähig. Daraus folgt der maximale Zuschuss von 21.000 €. Drei Beispiele, wie das brutto zu netto wird:

Beispiel A: Nur Grundförderung (30 %)

Brutto-Gesamtkosten (Luft-Wasser, Altbau)28.000 €
Förderfähig (max. 30.000 €)28.000 €
Zuschuss 30 %− 8.400 €
Dein Eigenanteil19.600 €

Beispiel B: Grund + Klimabonus (50 %)

Brutto-Gesamtkosten28.000 €
Förderquote (30 % + 20 % Klimabonus)50 %
Zuschuss 50 %− 14.000 €
Dein Eigenanteil14.000 €

Beispiel C: Maximal (70 %)

Brutto-Gesamtkosten32.000 €
Förderquote (30 + 20 + 30 %, gedeckelt 70 %)70 %
Förderfähig (gedeckelt auf 30.000 €)30.000 €
Zuschuss (max. 21.000 €)− 21.000 €
Dein Eigenanteil11.000 €

Mehr Details zum Ablauf, zu den Fristen und zur Antragsreihenfolge (Antrag vor Auftragsvergabe!) stehen im KfW-Heizungsförderung-Ratgeber 2026.

Laufende Kosten: Strom, Wartung & Versicherung

Die Anschaffung ist das eine — entscheidend für die Gesamtbilanz sind die laufenden Kosten. Hier die drei Posten:

Stromkosten pro Jahr

Faustformel: Heizwärmebedarf ÷ JAZ = Stromverbrauch. Ein Beispiel für einen Altbau:

Heizwärmebedarf (Altbau, ~150 m²)20.000 kWh/Jahr
JAZ Luft-Wasser (Fraunhofer ISE, Bestand)3,4
Stromverbrauch der Wärmepumpe~5.880 kWh/Jahr
WP-Spezialtarif (Annahme ~24 Ct/kWh)~0,24 €/kWh
Stromkosten pro Jahr~1.410 €

Der kWh-Preis ist eine Annahme auf Basis aktueller WP-Spezialtarife — regional unterschiedlich. Den passenden Tarif für deine PLZ und die Zählermodelle erkläre ich im Wärmepumpenstrom-Ratgeber. Gut gedämmte Häuser liegen oft bei 750–1.600 €/Jahr, unsanierte Altbauten bei 1.250–2.500 €/Jahr.

Wartung & Versicherung

  • Wartung: 150–300 €/Jahr (Verbraucherzentrale, Stand 04/2026). Luft-Wasser ist wartungsarm — kein Schornsteinfeger, kein Brennstoff.
  • Versicherung: Außeneinheiten am besten in die Wohngebäudeversicherung aufnehmen (Diebstahl/Elementarschäden), meist nur geringer Aufpreis.
  • Rücklage: Ich empfehle eine kleine Rücklage für Verschleißteile — aber bei moderner Technik ist hier selten etwas nötig.

⚡ Laufende Stromkosten senken

Bei meinen Kunden mit SG-Ready-Wärmepumpe und dynamischem Tarif sehe ich 300–500 € weniger Heizstromkosten pro Jahr — die WP heizt den Pufferspeicher dann auf, wenn der Börsenstrom billig ist.

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Wärmepumpe vs. Gasheizung — lohnt sich der Umstieg?

Kurz: Eine neue Gasheizung ist in der Anschaffung billiger (rund 8.000–12.000 €), aber sie bekommt keine 70 % Förderung, ist an steigende CO&sub2;-Preise gekoppelt und läuft in die gesetzlichen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes hinein. Nach Förderung liegt die Wärmepumpe im Eigenanteil oft auf ähnlichem Niveau wie eine Gasheizung — bei deutlich niedrigeren und planbareren Betriebskosten.

Der Fraunhofer-ISE-Feldtest hat 2024 gemessen, dass die untersuchten Wärmepumpen im Schnitt rund 64 % weniger CO&sub2; verursachen als eine Gasheizung — und das auch im Altbau. Den ausführlichen 10-Jahres-Kostenvergleich Wärmepumpe vs. Gasheizung — inklusive interaktivem Rechner und der ehrlichen Rechtslage — findest du im eigenen Artikel.

Infrarotheizung statt Wärmepumpe — die Kostenfalle

Immer wieder werde ich gefragt, ob nicht eine Infrarotheizung billiger sei. In der Anschaffung: ja. Im Betrieb: ein teurer Trugschluss. Der entscheidende Unterschied ist die Physik:

Anschaffung Infrarot (EFH)5.000–8.000 €
Wirkungsgrad Infrarot (1 kWh Strom → Wärme)1,0
JAZ Wärmepumpe (1 kWh Strom → Wärme)3,4
Stromverbrauch Infrarot vs. WP~3,5-fach
KfW-Heizungsförderung für Infrarotkeine

Bei 20.000 kWh Heizbedarf bedeutet das: Die Infrarotheizung braucht rund 20.000 kWh Strom, die Wärmepumpe nur ~5.880 kWh. Bei einem Strompreis von 24–30 Ct/kWh frisst die Infrarotheizung diesen Anschaffungsvorteil schon in den ersten Jahren wieder auf. Für ein dauerhaft beheiztes Haus ist die Wärmepumpe über 15–20 Jahre klar günstiger. Infrarot lohnt sich höchstens als Zusatzheizung für selten genutzte Räume.

Anschaffungs- und Vergleichswerte aus Hersteller- und Vergleichsportalangaben (Sekundärquellen, Stand 2026). Die physikalische Effizienz (Wirkungsgrad 1 vs. JAZ 3,4) ist unstrittig.

3 Praxisbeispiele mit echten Gesamtkosten

Damit das alles greifbar wird — drei typische Fälle aus meiner Praxis, jeweils brutto und netto nach Förderung:

Beispiel 1: Neubau-EFH, 140 m², Fußbodenheizung

Luft-Wasser-Gerät12.000 €
Installation (Neubau, einfach)8.000 €
Elektro / Zählerschrank (neu, Platz da)1.200 €
Hydraulischer Abgleich800 €
Brutto-Gesamtkosten22.000 €
Förderung (Neubau: nur 30 % Grund)− 6.600 €
Eigenanteil15.400 €

Fazit: Im Neubau gibt es keinen Klimabonus (keine alte Heizung zum Ersetzen). Dafür sind Installation und Elektro günstig, weil alles neu und zugänglich ist.

Beispiel 2: Altbau-EFH, 150 m², Heizkörper (Gas raus)

Luft-Wasser-Gerät13.000 €
Installation (Altbau, Heizkörper-Anpassung)11.000 €
Zählerschrank-Umbau (kein Bestandsschutz)3.500 €
Hydraulischer Abgleich1.200 €
Brutto-Gesamtkosten28.700 €
Förderung 50 % (30 % Grund + 20 % Klima)− 14.350 €
Eigenanteil14.350 €

Fazit: Der klassische Fall. Die alte Gasheizung bringt den Klimabonus — und der Zählerschrank-Umbau ist mitförderfähig. Wer ihn separat zahlt, verschenkt rund 1.750 € Förderung.

Beispiel 3: Altbau wie oben, aber Einkommen ≤ 40.000 €

Brutto-Gesamtkosten (wie Beispiel 2)28.700 €
Förderquote (30 + 20 + 30 %, gedeckelt 70 %)70 %
Zuschuss 70 %− 20.090 €
Eigenanteil8.610 €

Fazit: Mit dem Einkommensbonus rutscht der Eigenanteil unter 9.000 € — günstiger als manch neue Gasheizung. Genau hier zeigt sich, warum man die Förderbausteine genau prüfen sollte.

Was kostet die Wärmepumpe für DEIN Haus?

Die Beispiele oben sind Richtwerte. Für eine belastbare Zahl brauchst du ein Angebot auf Basis deiner Heizlast und deines Hauses. Enpal prüft das kostenlos und unverbindlich — inklusive Förder-Abwicklung.

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Häufige Fragen zu den Wärmepumpe-Kosten

Was kostet eine Wärmepumpe 2026 komplett mit Einbau?
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet 2026 inkl. Einbau 25.000 bis 35.000 € brutto (vor Förderung). Das Gerät allein liegt bei 9.000–16.000 €, die Installation bei 6.000–12.000 €, dazu Zählerschrank-Anpassung (500–5.800 €) und hydraulischer Abgleich (800–1.500 €). Nach KfW-458-Förderung von bis zu 70 % bleibt oft ein Eigenanteil von 10.000–15.000 €. Sole-Wasser mit Erdsonde ist durch die Erschließung 8.000–13.000 € teurer.
Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau?
Im Altbau liegen die Gesamtkosten meist 2.000 bis 15.000 € über dem Neubau-Niveau — oft 28.000 bis 40.000 € brutto. Gründe: höhere Vorlauftemperatur, evtl. Heizkörpertausch, aufwendigerer Abgleich, häufig Zählerschrank-Modernisierung. Der Fraunhofer-ISE-Feldtest (11/2025, 77 Anlagen) belegt aber eine JAZ von 3,4 auch im unsanierten Altbau — die Wärmepumpe funktioniert dort, der Mehraufwand steckt in der Installation, nicht im Betrieb.
Welche versteckten Kosten gibt es beim Einbau?
Die drei häufigsten Posten, die in Angeboten fehlen: 1) Zählerschrank-Anpassung (VDE-AR-N 4100), je nach Umfang 500–5.800 €. 2) Hydraulischer Abgleich, bei KfW-Förderung Pflicht, 800–1.500 €. 3) Evtl. Heizkörpertausch im Altbau. Wichtig: Diese Elektro- und Umfeldmaßnahmen sind über die BEG bis zu 70 % mitförderfähig.
Muss ich meinen Zählerschrank erneuern — und was kostet das?
Oft ja. Kommt die Wärmepumpe als neuer Stromkreis dazu, verliert ein alter Zählerschrank häufig den Bestandsschutz und muss nach aktuellem Stand der Technik (VDE-AR-N 4100) modernisiert werden. Kosten gestaffelt: Ergänzung 800–1.400 €, Umbau 2.700–4.300 €, Neuinstallation 3.700–5.800 €. Als Umfeldmaßnahme ist das über KfW 458 bis zu 70 % förderfähig — unbedingt in den Antrag aufnehmen.
Braucht eine Wärmepumpe Drehstrom und einen eigenen Zähler?
Die meisten Luft-Wasser-Wärmepumpen fürs EFH werden dreiphasig (400 V Drehstrom) angeschlossen. Einen eigenen Zähler braucht sie nicht zwingend — das hängt am Tarifmodell: mit separatem Zähler (Modul 1) bekommst du den günstigsten WP-Tarif, ohne läuft sie über den Haushaltsstrom. Seit 1.1.2024 muss sie ab 4,2 kW als steuerbare Verbrauchseinrichtung (§14a EnWG) angemeldet werden.
Was bringt der §14a-Netzentgelt-Rabatt in Euro?
Modul 1 ist eine jährliche Pauschale von rund 110–190 € (netzbetreiberabhängig). Modul 2 reduziert den Arbeitspreis-Anteil des Netzentgelts um 60 % — lohnt sich ab ca. 4.500 kWh Verbrauch und kann regional über 300 €/Jahr bringen, braucht aber einen separaten Zähler. Der exakte Betrag hängt von Verbrauch und lokalem Netzentgelt ab. Die meisten Kostenratgeber rechnen diesen Rabatt gar nicht ein.
Wie viel Förderung bekomme ich (KfW 458)?
Bis zu 70 % Zuschuss: 30 % Grundförderung, +20 % Klimageschwindigkeitsbonus (Austausch einer ≥ 20 Jahre alten fossilen Heizung), +30 % Einkommensbonus (zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 €), +5 % Effizienzbonus (Erdreich/Wasser oder natürliches Kältemittel). Maximal förderfähig sind 30.000 € (erste Wohneinheit) → max. 21.000 € Zuschuss. Zur Schritt-für-Schritt-Anleitung →
Wie hoch sind die jährlichen Stromkosten?
Faustformel: Heizwärmebedarf ÷ JAZ = Stromverbrauch. Beispiel: 20.000 kWh Heizbedarf ÷ JAZ 3,4 ≈ 5.880 kWh Strom. Mit WP-Spezialtarif (~24 Ct/kWh, Annahme) sind das rund 1.400 €/Jahr. Gut gedämmte Häuser liegen bei 750–1.600 €, unsanierte Altbauten bei 1.250–2.500 €. Mit einem günstigen WP-Tarif statt Haushaltsstrom sparst du mehrere hundert Euro pro Jahr. Mehr zum WP-Stromtarif →
Lohnt sich eine Infrarotheizung statt Wärmepumpe?
Bei der Anschaffung ist Infrarot mit 5.000–8.000 € billiger. Im Betrieb dreht es sich um: Infrarot macht aus 1 kWh Strom 1 kWh Wärme, die Wärmepumpe rund 3,4 kWh — also ca. das 3,5-Fache an Stromverbrauch. Dazu gibt es für Infrarot keine KfW-Förderung. Für ein dauerhaft beheiztes EFH ist die Wärmepumpe über 15–20 Jahre klar günstiger. Infrarot lohnt eher als Zusatzheizung für selten genutzte Räume.
Was kostet ein Energieberater für die Förderung?
Für die reine KfW-458-Heizungsförderung ist kein Energieberater zwingend — der Antrag läuft über das KfW-Portal, die Bestätigung übernimmt der Fachbetrieb. Ein zertifizierter Energie-Effizienz-Experte wird erst bei umfassenderen Sanierungen oder dem Ergänzungskredit relevant; sein Honorar ist dann wiederum über die BAFA-Energieberatung zuschussfähig. Für eine einzelne Wärmepumpe reicht in der Regel Heizungsbauer plus KfW-Portal.
Christian Pütter — Energieelektroniker und Gründer von Energiewende-Check