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Photovoltaik Rechner Okt. 2026

PV-Speicher-Rechner: Lohnt sich der Speicher in deinem Angebot?

Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2026 Christian Pütter Christian Pütter, staatlich geprüfter Elektrotechniker

Der Rechner aus dem Video: Trag deinen Stromverbrauch und die Zahlen aus deinem Angebot ein. Du siehst sofort, wie groß der Speicher laut Faustregel der HTW Berlin höchstens sein sollte — und was dich jede gespeicherte Kilowattstunde wirklich kostet.

Der Rechner

Dein Haus
Steht auf deiner Jahresabrechnung.
Dein Speicher-Angebot
Nutzbar, nicht „brutto“ — steht im Datenblatt.
Angebot mit Speicher minus Angebot ohne.
Preise & Annahmen
7,70 ct = bis 10 kW, Inbetriebnahme 08–12/2026 (BNetzA). Für Anlagen ab 2027 laut Entwurf weniger.
HTW Berlin: 150–300 im Betrieb.
Annahme — Garantiebedingungen im Angebot prüfen.
Sinnvolle Obergrenze (HTW)
–

Kosten je gespeicherter kWh
–

Rechenweg

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Ein Angebot allein sagt dir nicht, ob Preis und Speichergröße stimmen. Ich leite dich dazu zum Solaranlagen-Portal der DAA GmbH (TapTapHome, Hamburg) weiter: kostenlos und unverbindlich bis zu 5 Angebote für deine Solaranlage. Deine Daten gibst du direkt dort ein. Leg die Angebote dann hier in den Rechner.

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So rechnet der Rechner

1. Speichergröße. Die HTW Berlin nennt drei Faustformeln für Einfamilienhäuser: höchstens 1,5 kWh nutzbare Kapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch, höchstens 1,5 kWh je kW PV-Leistung — die kleinere Zahl gilt. Und ein Speicher lohnt sich nur, wenn genug Überschuss anfällt: mindestens 0,5 kW PV je 1.000 kWh Verbrauch. Ist der Speicher größer, steigt der Autarkiegrad laut HTW nur noch geringfügig.

2. Kosten je gespeicherter Kilowattstunde. Der Aufpreis verteilt sich auf alle Kilowattstunden, die der Speicher in seinem Leben abgibt. Dazu kommt, was dir entgeht, weil du den Strom nicht einspeist:

Aufpreis ÷ (nutzbare kWh × Ladungen/Jahr × Jahre) + Einspeisevergütung

Liegt das Ergebnis unter deinem Strompreis, spart der Speicher Geld. Ladeverluste und Zinsen sind nicht eingerechnet — das Ergebnis ist also eher zu freundlich. Kapazität über der HTW-Obergrenze zählt der Rechner nicht mit, weil sie laut HTW kaum noch genutzt wird.

Was 2026 gilt — und was für 2027 geplant ist

  • Heute: Anlagen bis 10 kW, die vom 01.08. bis 31.12.2026 in Betrieb gehen, bekommen 7,70 ct je eingespeister kWh (Teileinspeisung), 20 Jahre lang.
  • Steuern: 0 % Umsatzsteuer auf Lieferung und Installation von PV-Anlage und Speicher an Wohngebäuden (§ 12 Abs. 3 UStG), Einnahmen bis 30 kWp je Wohneinheit einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG).
  • Geplant (Entwurf EEG 2027): keine feste Einspeisevergütung mehr für neue Anlagen, stattdessen eine befristete Übergangszahlung unter der bisherigen Vergütung für höchstens 36 Monate, danach Direktvermarktung. Neue Dachanlagen unter 100 kW sollen dauerhaft höchstens 50 % ihrer Leistung einspeisen. Laut Entwurf soll Speicher bei neuen Solaranlagen „der Regelfall“ sein.
Stand 22.10.2026: Das EEG 2027 ist ein Gesetzentwurf (1. Lesung 24.09.2026, Anhörung 05.10.2026), nicht beschlossen. Der Bundesrat lehnt den Wegfall der Vergütung für Dachanlagen ab. Maßgeblich für den Stichtag ist die Inbetriebnahme (§ 3 Nr. 30 EEG), nicht die Unterschrift.

Angebots-Check vor der Unterschrift

  1. Speichergröße — liegt sie unter der Obergrenze aus dem Rechner?
  2. Inbetriebnahme-Termin — steht er schriftlich drin? Und was gilt, wenn es doch Januar wird?
  3. Vollständigkeit — Zählerschrank, Anmeldung beim Netzbetreiber, Eintrag im Marktstammdatenregister. Dafür hast du nach der Inbetriebnahme einen Monat Zeit; fehlt der Eintrag, wird die Vergütung nicht ausgezahlt.

Häufige Fragen

Wie groß sollte ein PV-Speicher sein?
Höchstens 1,5 kWh nutzbar je 1.000 kWh Jahresverbrauch und höchstens 1,5 kWh je kW PV — die kleinere Zahl gilt (HTW Berlin). Beispiel der HTW: 10 kW PV und 4.000 kWh Verbrauch ergeben höchstens 6 kWh.
Wie oft wird ein Heimspeicher im Jahr voll geladen?
Laut Stromspeicher-Inspektion 2026 der HTW Berlin 150 bis 300 äquivalente Vollzyklen pro Jahr — je nach Systemdesign und Verhältnis von PV-Größe zu Verbrauch. Ein übergroßer Speicher landet eher am unteren Ende.
Fällt die Einspeisevergütung 2027 weg?
Der Gesetzentwurf sieht das für neue Anlagen vor — mit einer Übergangszahlung von höchstens 36 Monaten. Beschlossen ist es nicht (Stand 22.10.2026). Anlagen, die vor dem 1. Januar 2027 in Betrieb gehen, bleiben laut Entwurf beim bisherigen Recht.
Christian Pütter — Gründer von Energiewende-Check